Bündnis 90/Die Grünen

Neukirchen-Vluyn

Spielplätze brauchen Kümmerer: Neukirchen-Vluyn setzt auf Ehrenamt

25.09.26 –

Neukirchen-Vluyn soll noch kinder- und familienfreundlicher werden: Auf Initiative der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke sollen künftig ehrenamtliche Spielplatzpatenschaften in Neukirchen-Vluyn möglich werden. Die Verwaltung hat inzwischen ein schlüssiges Konzept entwickelt, das die Rahmenbedingungen für die Patenschaften konkret festlegt. Dieses wurde im Ausschuss für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt am 21.09.26 einstimmig beschlossen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, die Verantwortung der Stadt für ihre Spielplätze auf Ehrenamtliche zu übertragen. Vielmehr sollen engagierte Bürgerinnen und Bürger als zusätzliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort gewonnen werden. Sie können Schäden oder Verschmutzungen frühzeitig melden, aufmerksam beobachten, Ansprechpartner für Familien sein und damit zu einem guten Miteinander auf den Spielplätzen beitragen.

Das Konzept der Verwaltung klärt dabei wichtige Fragen wie Aufgaben, Kompetenzen und Zuständigkeiten sowie Haftungsfragen. Auch die Begleitung und Unterstützung der ehrenamtlich Tätigen sind darin geregelt. Damit erhalten die künftigen Spielplatzpatinnen und -paten klare und verlässliche Rahmenbedingungen.

„Uns war wichtig, dass aus der guten Idee auch ein praxistaugliches und rechtssicheres Angebot wird. Die Verwaltung hat hier ein schlüssiges Konzept vorgelegt, das klar definiert, was Spielplatzpatinnen und -paten leisten können und wo die Verantwortung der Stadt bleibt“, erklärt Christian Pelikan, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

Spielplätze seien schließlich weit mehr als reine Orte zum Spielen. Sie seien Treffpunkte im Quartier und wichtige öffentliche Räume für Kinder, Familien und Nachbarschaften. Gerade deshalb könne regelmäßige Präsenz vor Ort einen wertvollen Beitrag leisten.

Alina Böhme, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, betont: „Wir wollen Menschen, die sich für ihren Spielplatz und ihr Wohnumfeld engagieren möchten, eine unkomplizierte Möglichkeit dafür geben. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass Ehrenamtliche nicht mit Aufgaben allein gelassen werden. Klare Zuständigkeiten, eine gute Begleitung und Wertschätzung sind deshalb entscheidend.“

Als Vorbild dienen unter anderem Erfahrungen aus Nachbarkommunen wie Moers und Krefeld. Dort haben sich Spielplatzpatenschaften bereits als Möglichkeit etabliert, Bürgerinnen und Bürger stärker einzubeziehen und die Kommunikation zwischen Verwaltung und Nutzenden zu verbessern.

Auch ergänzende Angebote, etwa abschließbare Spielcontainer mit einer Ausgabe von Spielmaterialien, könnten im Rahmen der Patenschaften perspektivisch möglich sein. Entscheidend sei dabei, dass solche Angebote gemeinsam mit den Patinnen und Paten sowie der Verwaltung sinnvoll und standortbezogen entwickelt werden.

Die drei Fraktionen sehen in den Spielplatzpatenschaften einen konkreten Beitrag für mehr Aufenthaltsqualität, gegenseitige Rücksichtnahme und ein lebendiges Miteinander in den Stadtteilen.

„Eine kinderfreundliche Stadt lebt auch davon, dass Menschen Verantwortung für ihr unmittelbares Umfeld übernehmen können. Genau dafür wollen wir mit den Spielplatzpatenschaften Raum schaffen“, so die beiden Fraktionsvorsitzenden abschließend.

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